Informationen zu den Kunstlauf-Inlinern
Auch unsere ambitionierten Eiskunstläufer trainieren in den Sommermonaten mit Inline-Skates, allerdings mit sogenannten Kunstlauf-Inlinern.
Die Inliner, die man im Sportgeschäft kaufen kann, sind für den Einsatz im Freizeitbereich auf der Straße gedacht.
Für Kunstlauffiguren, wie wir sie vom Eiskunstlauf kennen, wie Schritte, Pirouetten oder Sprünge, sind sie nicht geeignet.
Das liegt daran, dass die Rollen auf einer geraden Linie angeordnet sind,
also ein Abrollen über den großen Zeh oder die Ferse nicht möglich ist.
Außerdem fehlt zum Abstoßen beim Springen die "Zacke" in Form eines Gummi-Stoppers an der Fußspitze.
Der Stopper, der beim Straßen-Inliner in der Regel an der Ferse angebracht ist, macht die Schiene noch ein Stück länger,
was z.B. bei Übersetzschritten sehr hinderlich ist.
Durch die Anordnung der Rollen an einer geraden Schiene ist die Auflagefläche sehr groß, schnelle Drehungen wie auf dem Eis,
sind damit allerdings nicht möglich.
Was unterscheidet die Inline-Kunstlauf-Skates von den Straßen-Inline-Skates?
- Die Kunstlauf-Inliner-Schiene ist nicht gerade, sondern hat einen Bogen, der der Eiskunstlaufschiene nachempfunden ist. Je nach Größe werden 3, 4 oder 5 Inliner-Rollen an die Schiene montiert.
- Durch den Radius der Schiene stehen nie alle Rollen gleichzeitig auf dem Boden. Das macht die Kunstlauf-Inliner-Schiene extrem wendig im Gegensatz zur Straßen-Inliner-Schiene, bei der immer alle Rollen gleichzeitig den Boden berühren.
- An der vorderen Spitze der Schiene ist ein Stopper angebracht. Der Bogen erlaubt ein Abrollen nach vorne über den Stopper, der für den Abdruck bei den Sprüngen wichtig ist.
- Pirouetten werden auf der vordersten Rolle gedreht und brauchen auch die Unterstützung des Stoppers.
- Viele Schritte und andere Elemente wären ohne den Stopper als Zackenersatz nicht möglich.
- Die Lauffläche der Rollen ist rund gehalten, damit ein sauberes Kantenlaufen möglich ist.
- Rollen und Stopper können nach Abnutzung ausgetauscht werden.
Um das Feeling des Eiskunstlaufens auf den Inline Kunstlauf zu übertragen, wird die Kunstlauf-Inliner-Schiene an einen Eiskunstlauf-Stiefel montiert.
Die Umstellung von den Eiskunstlaufschlittschuhen auf die Inline-Kunstlauf-Skates dauert bei den Eiskunstläufern ca. 15 Minuten. Danach kann das Trainingsprogramm wie vom Eiskunstlauf gewohnt, auf den Kunstlauf-Inlinern durchgeführt werden.
Es gibt verschiedene Anbieter von Kunstlauf-Inlinern. Wir haben uns entschieden, unsere eigenen Systeme zu entwickeln, damit sie den Eislaufschienen am ähnlichsten sind.
Es erfordert keine große Umstellung von den Schlittschuhen auf die Inline-Kunstlauf-Skates umzusteigen.
Durch die Rollen sind die Inline-Kunstlauf-Skates insgesamt etwas schwerer als ein Schlittschuh. Das Laufen erfordert etwas mehr Kraftaufwand als auf dem Eis, auch die Übungen müssen präziser ausgeführt werden. Pirouetten dreht man auf der vorderen Rolle, was viel Gleichgewicht erfordert.
Die Rollen und die Gummizacken können nach Abnutzung ausgetauscht werden.
Das Training mit den Kunstlauf-Inlinern ist eine super Ergänzung zum Training auf dem Eis und inzwischen fester Bestandteil des Trainingsprogramms.